Das Glockengeläute in St. Stephan

Das Glockengeläute in St. Stephan

VIVOS VOCO – MORTOS PLANGO  - FULGURA FRANGO

Die Lebenden rufe ich
die Toten beklage ich
die Gewitter zerschlage ich

Diese lateinische Inschrift schmückt viele alte Glocken und lässt uns ihre einmalige Aufgabe und Botschaft erahnen.

Am 9. September 1934 hieften Schulkinder mit Seilen die fünf neuen Glocken in den Turm der Pfarrkirche. Gegossen wurden sie in der Firma Egger in Staad SG. Im Jahr 1955 elektrifizierte die Pfarrei das Geläute. Bis dahin war es Aufgabe der Sakristane und ihrer Helfer, die schweren Glocken von Hand zu läuten. Von Pfarreiangehörigen gespendet, tragen die Glocken der Grösse nach folgende Namen:

Christus-Königs-Glocke
Muttergottes–Glocke
St. Stephans-Glocke
St. Barbara-Glocke
Schutzengel-Glocke
Zusätzlich ergänzt die Taufglocke im Turmhelm und die Evangelienglocke im Dachreiter das Geläut der Pfarrkirche.

Nach alter Tradition erinnern uns einzelne Glocken zum täglichen Angelusgebet. Das passiert nach den Zeitschlägen um 6.31, 12.01 und 20.01 Uhr, im Winterhalbjahr um 18.01 Uhr. Freitags um 15.00 Uhr, läutet die grösste Glocke zur Todesstunde Jesu. In Erinnerung an die Einsetzung der Eucharistie, gibt es am Donnerstagabend ein spezielles Geläut zweier Gocken.

„Die Glocken klingen viel anders, wenn einem ein lieber Freund gestorben ist“.
Ludwig Aurbachers Zitat erinnert uns an eigene schmerzvolle Abschiede lieber Verstorbener. Stirbt in unserer Pfarrei ein Mann, eine Frau oder ein junger Mensch, verkünden uns die drei grössten Glocken ihren Tod nach einem Gottesdienst mit zwei verschiedenen Läutprogrammen.
Wenn im Sommer dunkle Gewitterwolken über unsere Pfarrei ziehen, läuten die Sakristane die grösste Glocke per Fernsteuerung. Es ist eine klingende Bitte, Gott möge die Ernte, Mensch und Tier vor Schaden bewahren!

„Selbst der liebe Gott hat es nötig, dass für ihn die Glocken geläutet werden“.
Humorvoll weisst das französische Sprichwort auf die Hauptaufgabe der Kirchenglocken hin, nämlich die Gläubigen zu religiösen Feiern einzuladen. Dazu gibt es an Werk- und Sonntagen oder Hochfesten, je nach Feier spezielle Läutprogramme. In der Silvesternacht läuten alle Glocken das Jahr aus, Minuten später das Neue Jahr ein.

„Die Glocken läuten dem neuen Jahr - Wird es ein besseres sein?
Ich hoffe dass wir nächstes Jahr die Frage von Frank Wedekinds mit Ja beantworten können, weil uns dann die Covid-19-Epidemie weniger einschränkt und Begegnungen mit lieben Menschen erleichtert.

P. Bruno Oegerli

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