"Kirchenzeit" Unsere Schutzengel

Copyright Hans Georg Leiendecker (www.leiendecker.com)


„Sie tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt“ (Ps. 91,11)

Die Menschen sind von Engeln fasziniert. Nicht nur für die Christen sondern für Menschen aller Religionen sind Engel eine Brücke zwischen ihrem Leben und der spirituellen Dimension. Deshalb sieht man in vielen Autos oder auf dem Arbeitstisch eine Engelsfigur. Das Stift St. Michael – und somit das Michelsamt - feiert seinen Schutzpatron am 29. September: Denn an diesem Tag feiert die Kirche den Erzengel Michael (Michael bedeutet ´wer ist wie Gott?´) und den anderen Erzengeln Gabriel (bedeutet ´Gott ist meine Stärke´) und Rafael (bedeutet ´Gott heilt´). Auch in der heutigen esoterischen Frömmigkeit ist die Beziehung einer Person mit seinem/ihrem Schutzengel ein wichtiges Thema.

Warum ist der Glaube an Engel so fest in unseren Herzen verwurzelt? Gibt es wirklich Schutzengel, die uns auf unserem Lebensweg unterstützen? Die Vorstellung von einem Schutzengel ist ein uralter Glaube. Im Judentum ist diese Vorstellung fest verwurzelt, dass Gott wegen seiner Liebe zu uns Menschen, einen Engel für jeden Mensch anstellt. Laut der Hl. Schrift ist die Aufgabe der Engel, Menschen vor aller Gefahr zu schützen und sie im Lebensweg zu begleiten. Im Buch Tobit lesen wir, wie der Erzengel Rafael den jungen Tobias auf seiner Reise begleitet und schützt, ihm und der ganzen Familie Heilung schenkt (Tobit 5-12). Als Daniel und die gottesfürchtigen jungen Männer gefesselt in den glühenden Feuerofen geworfen wurden, sah der König Nebukadnezzar, dass nicht nur drei Männer im Ofen waren, sondern auch ein Engel mit ihnen war und sie vor der Gefahr der Flammen geschützt hat (Daniel 3). Die Engel sollen nicht nur Menschen, sondern jedes Lebewesen begleiten. Im jüdischen Talmud lesen wir, „Jeder Grashalm hat seinen Engel, der sich über ihn beugt und ihm zuflüstert: Wachse, wachse!“ Diese Zusage sagt auch der Hl. Augustinus später: „jedes sichtbare Ding auf dieser Welt steht unter der Obhut eines Engels.”

Auch im Neuen Testament haben wir Texte über Schutzengel. Jesus sagt „Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters“ (Matt 18,10). Weiter im Johannesevangelium hören wir von Jesus, „Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn“ (Jn 1,51). Diese und andere Texte in der Bibel sagen uns mehr über die Aufgabe der Engel, als über ihr Wesen:

  • Die Engel bringen uns die Gottesbotschaft vom Gott (Lukas 1,26-38), manchmal aber auch im Traum (Matt 1-2).
  • Zugleich tragen sie unsere Gebete, halten Fürbitte für uns in der Gegenwart Gottes (Matt 18,10).
  • Unerkannt schützen sie uns vor Gefahren aller Art (Ps. 91,11-12).
  • Leise warnen sie in unserem innersten Gewissen vor dem Irrweg (Matt 1,19-24).
  • Nach unserem Tod begleiten sie unsere Seele zurück zum Schöpfer (Lukas 16,22)

Engel sind nicht nur da für Kinder. Denn nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene sind Kinder Gottes und brauchen das Gefühl, dass wir in vielen Plagen und Leiden der Welt nicht alleine sind, dass wir von Oben unterstützt werden. Engel sind nicht Märchenfiguren. Vielleicht spüren wir als Erwachsene, wie unser ganzes Leben unter den Schutz Gottes und unter der Fürbitte der Engel und Heiligen bleibt. Vielleicht haben einige von uns schon Erfahrungen gehabt und den Schutz der Engel in unserem Leben hautnah erlebt. Andere haben Zweifel daran. Auch wenn wir nicht beweisen können, ist es wahr, dass wir unter dem Gottesschutz sind und bei dieser Aufgabe spielen Engel eine große Rolle.

Kaplan Joseph Lourdusamy

„An manchen Tagen fliegen unsere Schutzengel so hoch, dass wir sie nicht mehr sehen können, aber sie verlieren uns niemals aus den Augen.“
Jean Paul

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