"Kirchenzeit" Weisser Sonntag im September?

(Foto Sheila Lang, 2019)

Am vergangenen Sonntag wurde in Neudorf Erstkommunion gefeiert, am kommenden Sonntag ist es in Rickenbach und Beromünster endlich soweit. Lange mussten die Kinder sich gedulden, um schliesslich am Altar das Heilige Brot empfangen zu dürfen. Doch kann der Weisse Sonntag so ohne weiteres in den September verschoben werden? Ist das nicht wie Weihnachten im Mai?

Tatsächlich wurde der Sonntag nach Ostern erst ab dem 17. Jahrhundert zum bevorzugten Termin für die Erstkommunion. Gar nur für eine kurze Zeit galt dieser Termin als verbindlich. Seit vielen Jahren wird auch wieder an anderen Sonntagen in der Osterzeit zur ersten Kommunion eingeladen, so auch in einigen Pfarreien unseres Pastoralraumes. Doch die Nähe zu Ostern und die Bezeichnung «Weisser Sonntag» sind nicht zufällig. Zu Ostern wird die Auferstehung Jesu gefeiert, was Mitte und Inhalt jeder Eucharistie- und Kommunionfeier bleibt. In der frühen Kirche wurden die erwachsenen Taufbewerber in der Osternacht getauft und empfingen zugleich zum ersten Mal den Leib Christi. Für die nächsten Tage bis zum folgenden Sonntag, dem «Weissen Sonntag» trugen sie ein weisses Kleid als Zeichen der Freude und des Neuanfangs.

Auch dieses Jahr werden die Erstkommunionkinder ein weisses Kleid tragen, wenn sie in die Kirche einziehen. Und auch dieses Jahr wird das Fest an einem Sonntag gefeiert. Doch das eine oder andere wird nicht so sein, wie jedes Jahr. Die Umstände sind nicht so, wie jedes Jahr. Darf nicht genau dies Grund und Chance sein, dem Fest einen etwas anderen Rahmen zu geben? Auf einige Gewohnheiten und Traditionen muss aufgrund umsichtiger und vernünftiger Überlegungen verzichtet werden, das kann Raum geben für Neues und Wesentliches.

Bleibend im Zentrum des Festes ist die Begegnung mit Jesus Christus im Sakrament der Eucharistie. Eucharistie heisst auf Deutsch «Danksagung». Was passt besser in den Erntemonat September, als Danke zu sagen? Danken dürfen wir nicht nur für die Gaben der Natur und der menschlichen Arbeit, wofür das Brot Symbol und Ausdruck ist. Wir dürfen dankbar sein für alles andere Lebensnotwendige: für alles, was zum Leben beiträgt und die Not wendet. Jesus hat vom Leben in Fülle gesprochen und handfest die Not der Ärmsten gewendet; konsequent bis zu seinem Tod. Auch dafür ist das geteilte Brot Symbol und Ausdruck.

So wünschen wir allen Erstkommunionkindern und ihren Familien, dass ihnen ihr Fest in Erinnerung bleibt als ein Fest voller Freude und Dankbarkeit – als unvergesslichen «Weissen Sonntag» im September!

Christa Wandeler-Wey, Katechetin

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