2020 - Das Jahr ohne Chilbi?

2020 - Das Jahr ohne Chilbi?

Wer sich gern auf „Chilbis“ aufhält, dem wird dieses Jahr im Michelsamt etwas fehlen. Denn mit der Absage der Möischterer Chilbi vor St. Michael, findet 2020 im ganzen Pastoralraum keine Chilbi statt. Viele wertvolle Begegnungen zwischen Jung und Alt, Einheimischen und Fremden, wie auch mit vielen Heimwehmichelsämter werden uns fehlen.

Der Grund, der Ursprung der Dorfchilbis kennen in unserer Region vermutlich nur noch wenige Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Im Umfeld feierlicher Einweihungen von Dorf- und Stadtkirchen durch einen Bischof oder Abt, entstanden im Mittelalter weltliche Feste, die ersten Chilbis. Viele Gläubige halfen mit beim Bau der Gotteshäuser, sie leisteten wertvollen Frondienst für Ihre Pfarreien. Die Chilbis waren dann ein kleines Zeichen des Dankes der kirchlichen Behörden an die engagierten Gläubigen.

Jahr für Jahr erinnerte man sich dann mit einem feierlichen Gottesdienst und einem weltlichen Fest in den Pfarreien an die Kirchweihen. Dazu gehörten Musik und Tanz, Stände mit Süssigkeiten und Wettspielen. Später ergänzten Seiltänzer, Zauberer und Künstler mit Tanzbären das Chilbitreiben. Noch später gab`s auf den Kirchweihfesten die ersten „Rösslispiele“, angetrieben von Maultieren oder Pferden. Heute dominieren grosse Fahrbetriebe, Vereinsbeizli und Stände vieler Marktfahrer die Chilbis. Viele ältere Ehepaare erzählten mir, dass sie sich auf einer Chilbi kennen lernten.

Wegen Covid-19 gibt's in diesem Jahr keine weltlichen Kirchweihfeste. Erinnern wir uns trotzdem bewusst an die Weihe unserer Kirchen. In feierlichen Gottesdiensten danken wir gemeinsam unserem Schöpfer, einen Ort der Gottesbegegnung, einen stillen Ort der Einkehr und des Gebets zu haben. Viele von uns Christinnen und Christen sind auch froh, einen Raum zu haben, wo wir trauern und von unseren lieben Verstorbenen Abschied nehmen können.

In unseren Kirchen werden Kinder getauft, junge Menschen gehen zum ersten Mal zur Kommunion  und werden gefirmt. Viele Eheleute sprechen feierlich vor Gott und ihren Liebsten in Kapellen und Kirchen ihr Jawort zum Partner, zur Partnerin.

Tragen wir Sorge zu unseren Kirchen und erinnern uns bewusst mit dem Besuch der Chilbigottesdienste an den Bau und ihre festliche Weihe.

P. Bruno Oegerli, leitender Priester

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